Europameisterschaft in Sierakow (Polen) 2026
Gute Platzierungen für Kegler des
Magdeburger SV 90 e.V.

Im Zeitraum vom 15.05. bis
24.05.2026 veranstaltete der internationale Sportverband für Blinde und
Sehbehinderte (IBSA) die 25. Europameisterschaften im Parakegeln der Sektion
Classic. Austragungsort war in diesem Jahr das polnische Sierakow. Deutschland
war hierbei durch zwei Sportler/in des Magdeburger SV 90 und einem Sportler von
SG Rot-Weiß Neuenhagen vertreten.
Da der Deutsche Behindertensportverband (DBS-NPC)
keine Unterstützung mehr für diese Sportart leistet, hatten sich nur drei
Sportler für die Teilnahme an der EM entschlossen und hofften auf gute
Ergebnisse und evtl. auf die eine oder andere Medaille. Als erster Deutscher
Starter ging Tilo Behrendt (MSV 90) im neugeschaffenen Sprintwettbewerb auf die
Bahn und konnte im Vorkampf mit 125 Holz nur den zehnten Rang belegen. Gabriele
Behrendt gelang hier ein besserer Start und wurde in der Damenkonkurrenz mit 162
Holz Sechste nach der Vorrunde, konnte aber im Viertelfinale ihre Kontrahentin
nicht bezwingen und schied aus, welches aber für Gabi trotzdem ein sehr gutes
Ergebnis ist, da sie nach einem Oberarmbruch erst kurze Zeit wieder im Training
steht.
Am 19.05. und 20.05.2026 wurden dann die Vorkämpfe für die Kombinations- und Singlewertung ausgetragen. Hier konnte Gabriele Behrendt auf zwei Bahnen sehr gut mithalten, schaffte dieses aber konditionell nicht über alle vier und wurde mit 646 Holz Achte in der Gruppe der praktisch blinden Damen. In der Gruppe der blinden Herren erzielte Tilo Behrendt 567 Holz im Vorkampf und konnte als Vierter in die Finalrunde einziehen. Leider gelang es ihm im Finale, am 23.05.2026, nicht die nötigen Hölzer zu Fall zu bringen und wurde in der single-Wertung mit 536 Holz Sechster und in der Kombinationswertung mit 1103 Holz Fünfter.
Der Neuenhagener Roland Bartelt
wurde leider ein Opfer der sehr strengen Klassifikationsuntersuchung und war
einer von sieben Sportlern die leider nicht starten durften obwohl sie nur
hauchdünn über dem geforderten Bereich ihrer Wettkampfklassen lagen. Es ist
hierbei nicht zu verstehen, wenn diese Untersuchungen erst vor Ort durchgeführt
werden und somit Kosten für die Sportler entstanden, nicht zu Gunsten der
Sportler entschieden wird.
Für die Zukunft dieser, bei Blinden und Sehbehinderten
sehr beliebten Sportart, ist für Deutschland nur zu hoffen, dass der Deutsche
Behindertensportverband (DBS-NPC) seine Entscheidung diese Sportart nicht mehr
zu unterstützen überdenkt und eine weitere Förderung wieder möglich machen kann.